1919
Am 16. Oktober Geburt der einzigen Tochter Maria in einer Zeit großer wirtschaftlicher Not.
1919
Görtitz beginnt dennoch ein Studium an der Leipziger Akademie für Graphische Künste
und Buchgewerbe. Studienschwerpunkt ist die Radierklasse bei Professor Alois Kolb. Für
einen geringen Verdienst sorgt der Druck von Radierungen für Prof. Kolb. Mit Stoffmalerei für die Fa. Deutsch & Kluge trägt Ehefrau Hilde mehr als 10 Jahre lang ihren Teil zum bescheidenen Einkommen bei.
1926
Ein Stipendium der Akademie verhilft Görtitz zur ersten Studienreise nach Italien, über Venedig, Florenz, Rom und Neapel bis nach Capri. Er zeichnet und malt fast ununterbrochen.
1926
Abgang von der Akademie.
1926
Bis 1934 lebt Görtitz mit seiner Familie als freier Künstler in Leipzig-Dölitz, nach seinen eigenen Worten „die beste Malerzeit“. Zahlreiche Motive entdeckt Görtitz bei den
Sonntagsspaziergängen im Süden Leipzigs (Markkleeberg, Dösen, Wachau). Zum Malen fährt er mit dem Fahrrad, samt Staffelei, Leinwand und Dreibeinhocker.

1928: Die Neue Leipziger Zeitung berichtet über die Ausstellung im Kunstverein.
1928
Görtitz gehört zu den Teilnehmern der März-Ausstellung des Leipziger Künstlervereins. Der Kritiker Max Schwimmer schreibt „die einzig lebendige Erscheinung der ganzen Ausstellung ist Fritz Görtitz, der in sehr unterschiedlichen Bildern ein Wachstum seiner Talente erweist …“
1930
Die Kröppler Stiftung ermöglicht eine zweite Italienreise. Wieder entstehen zahlreiche Ölbilder und Radierungen.
1934
Umzug in eine Atelierwohnung im Künstlerhaus Leipzig am Nikisch-Platz. Hier erhält Görtitz u. a. den Auftrag für ein lebensgroßes Porträt des Arztes Paracelsus. Bestimmt war es für die Südamerika-Niederlassung eines großen deutschen Pharmakonzerns. Malerfreund Karl Walther hat ihm viele Stunden lang Modell gestanden für dieses Ölgemälde. Freundschaft mit Arthur Pöhlandt.
1935
Übersiedelung nach Berlin-Charlottenburg, Schlüterstraße 81. Ab Dezember erste Arbeiten für den Berliner Städtegraphik-Verlag Fa. Carl Jander. Freundschaft mit Erich Ohser und Edu Overhoff.
1940
Görtitz mietet eine Dachkammer im Dorf Töplitz bei Potsdam. In weiser Voraussicht transportiert er Rahmen, Malgründe und Bilder dorthin – ein mühevolles Unterfangen via S-Bahn, Fahrrad und Handwagen. Später gelangten die Bilder von dort nach Zerbst und schließlich Seeshaupt. So konnte mit viel Mühe und Glück ein bedeutender Teil des Görtitz-Oevres gerettet werden.





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