Erste Erfolge in Leipzig und Berlin

Stilleben mit schwarzer Maske (1932), Öl/Lwd.

Stilleben mit schwarzer Maske (1932) 50 x 65 cm, Öl/Leinwand

Die ausgehenden 20er Jahre lebte Görtitz mit seiner Familie als freier Künstler in Leipzig-Dölitz, von 1934 an im Künstlerhaus Leipzig am Nickisch-Platz. Eine Zeit, die Görtitz künstlerisch „als seine beste überhaupt“ bezeichnete, die wirtschaftlich aber von ständiger Existenzangst überschattet war.

In der Hoffnung auf eine finanziell bessere Zukunft übersiedelte die Familie 1936 nach Berlin. Auch dort arbeitete Görtitz als freischaffender Künstler sowie als freier Mitarbeiter eines Städtegraphik-Verlages. Seine Tätigkeit als Radierer verschaffte der kleinen Familie das erste Mal überhaupt ein sicheres Einkommen.

Friedrich Görtitz 1935 mit Frau und Schwägerin auf dem Dach des Künstlerhauses in Leipzig.

Am 26. November 1943 wurde die Wohnung in Berlin samt Atelier ausgebombt und viele Arbeiten gingen verloren. Es folgte ein zweijähriger Aufenthalt in Zerbst/Anhalt, wo Görtitz als Zeichenlehrer und Stadtmaler dienstverpflichtet war. Hier erreichte ihn auch eine Nachricht von Karl Walther, Malerkollege und Freund aus Leipziger Tagen, die sein Leben von Grund auf verändern sollte.

Walther, der damals bereits in Seeshaupt wohnte, hatte in Erfahrung gebracht, dass dort günstig Bauland an „Ausgebombte“ verkauft wurde. Görtitz zögerte nicht, reiste nach Oberbayern und bewarb sich um eines dieser Grundstücke – mit Erfolg.

Portrait Karl Walther (1928), Öl/Lwd.

Portrait Karl Walther (1928) 100 x 81 cm, Öl/Leinwand

Mit dem 15 Jahre jüngeren Karl Walther verband Görtitz eine lebenslange Freundschaft. Im Jahr 1928 porträtierte er den ebenfalls in Leipzig geborenen Freund.