
Der Steindruck, später Lithographie genannt, wurde 1798 von Alois Senefelder in München erfunden. Im Gegensatz zu den bis dahin bekannten Druckverfahren Hochdruck (z.B. Holzschnitt ) und Tiefdruck ( z.B. Kupferstich) beruht er nicht auf einem Relief, um druckende und nichtdruckende Partien zu trennen, sondern auf dem Gegensatz von Fett und Wasser.
Wird auf eine saugfähige Oberfläche mit fetthaltigem Zeichenmaterial (spezielle Tusche oder Kreide) gezeichnet, mit Wasser angefeuchtet und mit Druckfarbe eingewalzt, so kann diese nur an den bezeichneten, fetten Stellen haften, an den angefeuchteten wird sie abgestoßen.Als einziges geeignetes Material für die Druckform erwies sich der Solnhofener Plattenkalk aus dem Altmühltal.
Vier Semester studierte Görtitz Steindruck an der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Als er sein Zeugnis erhält, war sie bereits staatlich und auch Görtitz musste sehen, wie er in der „neuen“ Zeit über die Runden kommt. Woran es lag, dass die Lithogaphie nicht in den Fokus seines Schaffens rückte, bleibt heute im Dunkeln. Nur vier Werke sind insgesamt erhalten geblieben. Entstanden zwischen zwischen 1919 und 1920. Darunter das Portrait des Grafikers Kaufmann, seine erste Arbeit überhaupt in der Litho-Klasse an der Akademie.






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