Ölbilder

Wie der Künstler mit abstrakten Pinselstrichen die Besucher vor dem Markusdom darstellt, zeigt eindrucksvoll der hochvergrößerte Ausschnitt des Ölbildes der Piazza San Marco von Venedig.

Seiner Malweise nach ist Görtitz Impressionist, ja Naturalist. Wer einem Bild sehr nahe kommt, bemerkt jedoch die freie Interpretation des Gesehenen. Nicht das Detail ist wichtig, vielmehr der Eindruck – die Impression. Wiedergegeben in einer virtuosen Mischung aus dünn aufgetragenen Pigmenten und einem durchaus pastosen Farbauftrag in kräftigem Duktus. Die Farben mischen sich dabei erst im Auge des Betrachters. Und mit einem gewissen Abstand von der Leinwand.

Doch nicht nur das Kolorit zeichnet die Ölbilder von Friedrich Görtitz aus. Es ist auch die kompositorische Spannung, das akzentuierte Licht und die dichte Atmosphäre in seinen Sujets.

Nicht nur bei Görtitz gilt die Ölmalerei deshalb als die „klassische Königsdisziplin“ der Malerei, die insbesondere bei Landschafts-, Stillleben-, Porträt- und Genremotiven zur Anwendung kommt.