
Beim Malen in Pastell werden reine Farbpigmente, zumeist in Form von Kreiden, auf dem Malgrund aufgetragen und oft mit den Fingern oder einem Papierwischer verwischt. Die Pigmente lassen sich gut vermischen und in mehreren Schichten auftragen. So entstehen die typischen zarten Farbübergänge. Allerdings haftet Pastellkreide nur schwach auf den rauen Malgründen. Das fertige Pastell wird deshalb immer mit einem Fixaktiv behandelt.
Meisterhaft beherrschte Görtitz zudem das Pastell. Auch bei dieser Technik sieht er sich ganz der Pleinair-Malerei verpflichtet. Das erste Sprießen des Frühlings, der weite Blick in eine sommerliche Landschaft, die Kühle frisch gefallenen Schnees – immer gelingt dem Künstler die sensible Wiedergabe der erlebten Stimmung. Dabei nutzte Görtitz alle Möglichkeiten der heute kaum noch verwendeten Farbkreiden. Energisch geführte Striche, kräftige Kontraste und das Spiel mit violetten, kobaltblauen oder orangeroten Akzenten verstärken die Abstraktion einer Szenerie.















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